Canovia muss das Rad nicht neu erfinden. Viele zeigen schon heute, wie gute Tierheime, kluges Training und starke Kooperationen aussehen. Hier stellen wir die vor, die uns besonders beeindrucken.
Die hier vorgestellten Organisationen und Personen sind keine Partner von Canovia, solange das nicht ausdrücklich dabeisteht. Wir stellen sie vor, weil sie außergewöhnlich sind. Niemand hat für die Aufnahme bezahlt.
Tierheime
Orte mit Vorbildcharakter
Groß, alt, mutig oder einfach konsequent: Diese Häuser zeigen, was ein Tierheim sein kann.
Berlin · DeutschlandGoldene Henne 2026
Tierheim Berlin
Europas größtes Tierheim
Auf rund 16 Hektar versorgt die Tierheim Berlin gGmbH täglich etwa 1.300 Tiere, mit eigener Tierarztpraxis, einem Exotenhaus und einem Tierschutzbauernhof. Getragen wird es vom Tierschutzverein für Berlin, in dem sich seit 1841 Ehrenamtliche engagieren. 2026 wurden sie dafür mit dem „Ehrenpreis Ehrenamt“ der Goldenen Henne ausgezeichnet.
1860 eröffnete Mary Tealby in einem alten Stallhof im Norden Londons ein „vorübergehendes Heim für verlorene und hungernde Hunde“. Heute hat Battersea mehr als drei Millionen Tieren geholfen. Jeder Hund bekommt einen eigenen Pflegeplan, das Team lernt ihn kennen und sucht gezielt das passende Zuhause. Hunde, die nicht in eine Familie passen, finden dort, wenn möglich, eine Arbeitsaufgabe.
In einem Canyon im Süden Utahs leben an jedem Tag bis zu 1.600 Tiere, von Hunden und Katzen bis zu Pferden und Schweinen. Best Friends ist der größte Gnadenhof seiner Art in den USA und gilt als Modell für einen Tierschutz, in dem kein vermittelbares Tier getötet wird.
Galgos werden in Spanien traditionell für die Jagd gezüchtet und nach der Saison oft ausgesetzt. Galgos del Sol sitzt mitten in einer Region mit intensiver Jagd, rettet verletzte Hunde, lässt sie über Monate rehabilitieren und vermittelt sie. Gegründet hat den Verein eine Tierschützerin, die dafür eigens Spanisch gelernt hat.
Wir stellen nur Trainer und Ausbildungsstätten vor, die ohne Schmerz, Schreck und Strafe arbeiten und ihr Fach nachweisbar weitergebracht haben.
Norwegen
Turid Rugaas
Die Sprache der Hunde lesen
Die norwegische Trainerin und Verhaltensforscherin prägte den Begriff „Calming Signals“: kleine Signale wie Gähnen, Lecken oder Wegdrehen, mit denen Hunde Konflikte vermeiden und Stress zeigen. Ihr Buch „On Talking Terms with Dogs“ hat Generationen von Haltern und Trainern beigebracht, genauer hinzusehen.
Der Verhaltensberater gründete 2004 Domesticated Manners und entwickelte das „Bucket Game“. Dabei zeigt das Tier selbst an, wann es bereit ist, wann es eine Pause braucht und wann Schluss ist. So werden Pflege, Tierarztbesuch und Training zu etwas, an dem der Hund freiwillig teilnimmt.
Der gemeinnützige Verein bildet seit mehr als 25 Jahren Assistenzhunde für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit körperlicher oder seelischer Beeinträchtigung aus. Besonders ist der ganzheitliche Ansatz: Mensch und Hund werden intensiv zusammengeführt und über Jahre begleitet.
Die britische Organisation bildet Hunde aus, die Krankheiten am Geruch erkennen sollen, und arbeitet dafür mit Forschungseinrichtungen zusammen. Daneben trainiert sie Assistenzhunde, die Menschen mit schweren Erkrankungen im Alltag warnen. Eine Arbeit, die zeigt, wie viel in Hunden steckt.
Die stärksten Programme entstehen, wenn Tierschutz mit anderen Bereichen zusammenarbeitet: mit Justiz, Schulen oder Forschung. Zwei Beispiele, an denen sich Canovia orientiert.
Washington · USAErstes Programm seiner Art
Prison Pet Partnership
Tierheim trifft Justizvollzug
Seit mehr als vier Jahrzehnten holt das erste Gefängnisprogramm dieser Art in den USA Hunde aus Tierheimen und bildet mit Inhaftierten Assistenzhunde aus. Die Teilnehmenden lernen Hundepflege, Training und Büroarbeit, um nach der Haft leichter eine Arbeit zu finden. Zwei Seiten bekommen eine zweite Chance.
Die britische Tierschutzorganisation betreibt mit der Dog School ein landesweites Netz von Trainern, die Halter mit Kursen auf Basis aktueller Forschung unterstützen, damit Verhaltensprobleme gar nicht erst entstehen. Dazu kommen kostenlose Materialien, mit denen Kinder in Schulen den sicheren Umgang mit Hunden lernen.
Canovia befindet sich in der Konzept- und Aufbauphase. Wir suchen Tierheime, Trainer, Hersteller und Initiativen, die neue Wege gehen, als Vorbild auf dieser Seite und als mögliche Partner für das erste Zentrum.
Tierheime und Initiativen
Mit einem Konzept, das mehr kann als verwahren.
Trainer und Ausbilder
Mit tierfreundlichen Methoden und eigener Handschrift.
Hersteller
Mit Produkten, die unsere Kriterien erfüllen.
Forschung und Bildung
Für Programme rund um Hund, Gesundheit und Gemeinschaft.